Kreutterbuch

Thomas Haffner
Das Kräuterbuch des Johannes Kentmann in der SLUB Dresden

Johannes Kentmanns „Kreutterbuch“ kann als schönstes und größtes handgemaltes Pflanzenbuch der deutschen Renaissance gelten. Zwar zählte der Prachtband von Anfang an zu den besonderen Schätzen der Bibliothek, die erste wissenschaftliche Kommentierung und Erschließung durch die Botaniker Johannes Helm und Peter Hanelt erschien allerdings erst 1971, und es vergingen weitere 34 Jahre bis zur Publikation hochwertiger Farbreproduktionen von 38 ausgewählten Seiten in einem Band mit Beiträgen von Hansjochen Hancke und Marina Heilmeyer, herausgegeben von Thomas Bürger anlässlich der 2. Sächsischen Landesausstellung in Torgau 2004, in der das Original zu sehen war. Zugleich erschien ein großformatiger Kalender mit Detailaufnahmen. 2017 wurde das „Kreutterbuch“ hochauflösend digitalisiert und in den Digitalen Sammlungen der SLUB online zugänglich gemacht (http://digital.slub-dresden.de/id495508616). Auf der Grundlage der Digitalisate wurde der vorliegende erste vollständige Nachdruck des „Kreutterbuches“ in verkleinertem Format hergestellt.

Die wesentlichen Informationen über den 48 x 34 cm großen, insgesamt knapp 9 cm dicken und 305 Papierblätter starken Band, der unter der Signatur Mscr.Dresd.B.71 in der SLUB Dresden aufbewahrt wird, liefert bereits die aufwändig gestaltete Titelseite (Bl.1r): Das im Auftrag des Kurfürsten August von Sachsen entstandene Buch enthält die sorgsam ausgeführten, naturgetreuen Abbildungen von 600 erlesenen einheimischen und fremdländischen Bäumen, Stauden, Hecken und Kräutern mit ihren Blüten, Samen, Blättern und Wurzeln, die von dem aus Dresden stammenden Arzt Doktor Johann(es) Kentmann gesammelt (und geordnet) wurden. Der prächtige Rahmen aus zweischichtigem Rollwerk, einer zeittypischen Ornamentform, ist von David Redtel signiert, der auch die meisterhaften Pflanzenbilder ausführte, und trägt die Jahreszahl 1563. Die beiden über dem Rahmen schwebenden Putten halten nicht nur das kursächsische, sondern auch das dänische Wappen der Kurfürstin Anna, die als erste Apothekerin Deutschlands (NDB) mindestens ebenso interessiert an der Pflanzenkunde war wie ihr Gemahl. Die von Putten und Masken an einer Schnur gehaltenen Sträuße aus Blättern, Blüten und Früchten deuten auf den Inhalt des Buches hin. Bemerkenswert sind außerdem die beiden Papageien (rechts ein Graupapagei und links eine Amazone) als exotische Symbole.
Johannes Kentmann, geboren am 21. April 1518 in Dresden, studierte Medizin in Leipzig und Wittenberg und begab sich nach dem Magisterabschluss 1546 nach Italien, um sein Studium in Padua und Bologna fortzusetzen. Als kurzzeitiger Aufseher des berühmten Botanischen Gartens in Padua und auf Reisen nach Venedig und Rom konnte er die südliche Flora kennenlernen. Nach seiner Promotion zum Doktor der Medizin in Bologna kehrte er 1549 über Zürich, wo er den einflussreichen Naturforscher Conrad Gessner (1516-1565) persönlich kennenlernte, nach Dresden zurück. 1550 wurde er Stadt- und Schularzt in Meißen und 1554 Stadtarzt in der kurfürstlichen Residenzstadt Torgau, wo er sich 1566 ein eigenes Haus mit Studierstube leisten konnte und wo er 1574 im Alter von 56 Jahren starb. Außer dem „Kreutterbuch“ hinterließ er auch eigenhändige Pflanzen- und Tierzeichnungen sowie Schriften über die Pest (1553 u. 1568), über Elbfische und -vögel (1556 bzw. 1569), über die Steinbildung im menschlichen Körper (1565) und über die Mineralien und Gesteine seiner eigenen Sammlung (1565). Über den Maler David Redtel ist wenig bekannt. Er wirkte zunächst in seiner Geburtsstadt Torgau, und ab 1571 bis zu seinem Tod 1591 in Stettin, seit 1576 als Hofmaler des pommerschen Herzogs Johann Friedrich. Von seinen Werken ist außer den Pflanzenbildern des „Kreutterbuches“ nur ein großer Flügelaltar aus Greifenhagen (Gryfino) erhalten geblieben (heute im Nationalmuseum Stettin), der 1580 datiert und sowohl namentlich als auch mit dem Signum einer doppelt gewundenen Schlange signiert ist. Letzteres erscheint nicht nur auf der Titelseite des „Kreutterbuches“, sondern mehr oder weniger unauffällig auch auf 26 der Pflanzenbilder (entweder isoliert [z. B. auf Bl. 2r] oder in Gestalt von Wickelranken an den Enden zarter Triebe, die sich um die unteren Teile der Pflanzen schlingen [z. B. auf Bl. 3v]). Die Betonung der Naturtreue und der sorgfältigen Ausführung der Pflanzendarstellungen („Nach lebendigen Gewechsen auff das Vleisigiste und eigentlichste konterfet“) im Titel des „Kreutterbuches“ erinnert an die bedeutenden, 1530 bis 1536 bzw. 1542 gedruckten Kräuterbücher von Otto Brunfels (1488–1534) und Leonhart Fuchs (1501–1566): „Herbarum vivae eicones ad naturae imitationem summa cum diligentia et artificio effigiatae …“ („Lebendige Bilder der Kräuter, nach der Natur mit größter Sorgfalt und Kunstfertigkeit ausgeführt …“) bzw. „De historia stirpium commentarii insignes … adiectis earundem vivis plusquam quingentis imaginibus, nunquam antea ad naturae imitationem artificiosius effictis & expressis“ („Herausragende Kommentare über die Geschichte der Pflanzen … mit mehr als 500 lebendigen, niemals zuvor kunstfertiger nach der Natur ausgeführten und gedruckten Bildern derselben [d. h. der Pflanzen]“). Noch deutlicher sind die Anklänge an den Titel der 1543 veröffentlichten deutschen Version des Fuchsʼschen Kräuterbuchs: „New Kreüterbuch, in welchem nit allein die gantz histori, das ist namen, gestalt, statt und zeit der wachsung, natur, krafft und würckung, des meysten theyls der Kreüter so in Teütschen unnd andern Landen wachsen, mit dem besten vleiß beschrieben, sonder auch aller derselben wurtzel, stengel, bletter, blumen, samen, frücht, und in summa die gantze gestalt, allso artlich und kunstlich abgebildet und contrafayt ist, das deßgleichen vormals nie gesehen, noch an tag kommen.“ Die Pflanzenholzschnitte, für deren Vorlagen Brunfels und Fuchs gute Zeichner (Hans Weiditz bzw. Heinrich Füllmaurer und Albrecht Meyer) heranzogen,
füllen ebenfalls ganze Seiten. Anders als in den genannten Drucken ist der Textanteil im unikalen, der fürstlichen Repräsentation dienenden „Kreutterbuch“ Kentmanns verschwindend gering: Auf der Rückseite des Titelblattes stehen unter der Überschrift „Genesis I“ zwei Zitate aus der Schöpfungsgeschichte, in denen es um das Wachstum, die Fortpflanzung und die Früchte der Pflanzen als Nahrungsmittel geht (Gen 1,11 und 29-30) (Bl. 1v). Darauf folgt die am 26. Oktober 1563 in Torgau unterzeichnete Widmung Kentmanns an den Kurfürsten (Bl. 6r/v; urspr. Bl. 2r/v). Diese enthält ähnliche Elemente wie die Widmungen von Fuchs, hebt aber weniger auf die medizinische Verwendung der Pflanzen als vielmehr auf ihre Ästhetik und Symbolik ab. Zu Beginn werden bedeutende antike Lustgärtner und -liebhaber angeführt: der Perserkönig Kyros der Große (reg. ca. 559–530 v. Chr., legte einen planmäßigen Garten in Susa an), der Makedonenkönig Alexander der Große (reg. 336–323 v. Chr., bewunderte Babylon mit den Hängenden Gärten und ließ exotische Pflanzen von seinem Indienfeldzug in seine Heimat senden) und der römische Kaiser Vespasian (reg. 69–79, hielt sich bevorzugt in den „Horti Sallustiani“ in Rom auf). Ihnen, die ebenso wie der weise Salomo vom Nutzen der Pflanzen wussten und in ihnen das Wirken des Schöpfers erkannten und ehrten, wird Kurfürst August an die Seite gestellt. Das von Gott gewollte und beschützte Gedeihen, Blühen und Fruchten der Pflanzen, insbesondere der von König David als Symbole der Gerechten bezeichneten Palmen (Ps 92,13), wird auf die Regentschaft Augusts übertragen (nicht ohne Grund folgt auf die Widmung das Bild der Dattelpalme). Schließlich erläutert Kentmann die Ordnung der Pflanzen im „Kreutterbuch“, die nicht (wie bei Fuchs) auf der alphabetischen Reihenfolge, sondern auf morphologischen Eigenschaften beruht: Im ersten Teil Bäume (bis Bl. 38r), im zweiten Stauden und Hecken (bis Bl. 62v) und im dritten Kräuter. Letztere werden eingeteilt in Winterblüher (Dezember bis Februar, bis Bl. 66r), Zwiebelpflanzen (bis 80v), Kräuter von schöner Gestalt und Blüte, mit gekrümmten und faserigen Wurzeln (bis Bl. 105r), Kräuter mit büschelweisen Blüten und Samen (bis Bl. 292r), Kräuter mit Stacheln oder stachligen Samen (bis Bl. 299v). Kentmann verzichtete auf die damals in Kräuterbüchern übliche Anführung griechischer und lateinischer Nomenklaturen, sondern gab jedem Pflanzenbild über der oberen Rahmenlinie lediglich eine deutsche, häufig mehrteilige Bezeichnung bei, die am Schluss des Bandes (Bl. Ir-IVv) in einem alphabetischen „Register uber die Namen und Zunamen“ mit Seitenangabe verzeichnet ist. Ebenso fehlen Zitate aus den Schriften antiker Ärzte, Beschreibungen, Angaben zu medizinischen Wirkungen und Anwendungen. Die meisterhaften Pflanzenbilder David Rethels in fein abgestuften, weiß gehöhten Eitemperafarben über Bleistiftvorzeichnungen sprechen gewissermaßen für sich. Rund 125 von ihnen gehen auf kolorierte Federzeichnungen zurück, die Kentmann während seines Italienaufenthaltes anfertigte und die zusammen mit eigenhändigen Erläuterungen („Observationes“), mit tierkundlichen Bildern und Texten sowie mit Pflanzen-Naturselbstdrucken von Kentmanns Sohn Theophil zu einem Album mit dem Titel „Plantarum atque animantium nunquam hactenus impressarum imagines, partim in Italia, partim in aliis nationibus collectae et ad vivum expressae“ („Bilder bisher nie gedruckter Pflanzen und Tiere, teils in Italien, teils in anderen Ländern gesammelt und nach dem Leben abgebildet“) gebunden wurden (heute als „Codex Kentmanus“ in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar aufbewahrt). Für die übrigen Pflanzenbilder konnte Redtel auf lebende Exemplare im botanischen
Garten des Apothekers Joachim Kreich in Torgau und auf solche, die Kentmann selbst gesammelt hatte, zurückgreifen. Der Umstand, dass das Bild zur Überschrift „Sittich Federn“ (gemeint vermutlich ein Federbusch [Celosia]) auf Bl. 245r fehlt, lässt darauf schließen, dass die Beschriftung und die Erstellung des Registers, in dem diese Pflanze ebenfalls verzeichnet ist, vor der Ausführung der Malereien erfolgte. Mit Ausnahme der im Ganzen dargestellten Zypresse, Palme und Bananenstaude sind die Bäume und die Sträucher jeweils in Form eines blühenden und fruchtenden Zweiges wiedergegeben, während die krautigen Pflanzen, einer bis in die Antike zurückreichenden Kräuterbuchtradition folgend, vollständig mit Wurzeln und ggf. mit Zwiebeln bzw. Knollen abgebildet sind. Nur wenige Male sind zwei Pflanzen auf einer Seite vereint. Häufig werden simultan verschiedene Entwicklungsstadien der Blüten von der Knospe bis zur Vollblüte sowie die Früchte oder Samen gezeigt. Alle Pflanzenteile sind aus unterschiedlichen Perspektiven dargestellt. Nur an zwei Stellen sind „Momentaufnahmen“ zu beobachten: An einer Blüte der „Wilden Peonia“ (Bl. 82v) sitzt ein Käfer und aus der Wurzel des „Gros Schwalben Krauts“ (Schöllkraut, Bl. 206v) tropft roter Saft. Von den etwa 540 abgebildeten Pflanzenarten aus 93 Familien sind ca. 67% in Mitteleuropa und ca. 27% im Mittelmeerraum, knapp 3% in Süd- und Südostasien, knapp 2% in den altweltlichen Subtropen und Tropen und etwas mehr als 1% in Amerika heimisch. Zu den damals in Mitteleuropa noch wenig bekannten Pflanzen gehören beispielsweise die Banane (Bl. 6av), der Feigenkaktus (Bl. 35r), die Tulpe (Bl. 76v) und die Tomate (Bl. 146v).

Das „Kreutterbuch“, zu dem Gessner (selber ein exakter Pflanzenzeichner) dem befreundeten Autor 1564 brieflich voller Freude gratulierte, wurde nach der Überreichung an das Kurfürstenpaar in den Bestand der Bibliothek im Dresdner Schloss aufgenommen. In einem Inventar, das beim Umzug der „liberey“ ins Schloss Annaburg 1574 angefertigt wurde, ist es als „Kreuterbuch nach lebendigem wachs der Kreuter Contrafet durch Doctor Johann Kentman zu Torgaw“ an erster Stelle unter den Kräuter- und Arzneibüchern verzeichnet. Einem wenig später entstandenen Nummernkatalog zufolge war das als Nr. 1 inventarisierte „Kreutterbuch“ damals in „rot led[er] vergult mit Clausuren“ gebunden, d. h. in rotes Leder mit Vergoldung und Schließen. Nach dem Tod Augusts (1586) wurde die Bibliothek unter seinem Sohn und Nachfolger Christian I. wieder ins Dresdner Schloss zurückgebracht. Ein Katalog aus dem Jahr 1595 führt Kentmanns Buch noch immer als erstes unter den Arzneibüchern und gibt einen Einband „in Braun Leder mit Clausuren, vorgultt, mit Bosseln“ an, d. h. aus braunem vergoldetem Leder mit Schließen und Buckeln. Die Korrektheit dieser Angaben vorausgesetzt, musste der ursprüngliche Einband also schon im 16. Jahrhundert ersetzt werden, weil das Prachtwerk wahrscheinlich sehr häufig in die Hand genommen wurde.

Darauf lässt auch eine aus dieser Zeit stammende Notiz von Theophil Kentmann im Codex Kentmanus (Bl. 58v) schließen, die besagt, dass das „Kreutterbuch“ „noch zu Dresden in der Bibliotheca auf dem Schloss gezeigt wirdt“. 1717 wird das Buch in Christian Gerbers „Unerkannten Wohlthaten Gottes, In dem Chur-Fürstenthum Sachsen“ (S. 398) wegen seiner täuschend echten Pflanzendarstellungen als Sehenswürdigkeit in der Kurfürstlichen Bibliothek besonders hervorgehoben. In der Folge erhielt das Buch den heutigen marmorierten Kalbsledereinband mit Vorsätzen aus dreifarbigem Modeldruckpapier und mit vergoldetem Rücken mit der Aufschrift „JOHAN(N) KENTMAN(N)S KRAEUTERBUCH“. Wahrscheinlich wurde bei dieser Neubindung der Buchblock leicht beschnitten und rot gefärbt. Außerdem wurden zwei Doppelblätter (mit Tinte als Bl. 2-5 bezeichnet und auch so im Register geführt) zwischen dem Blatt mit Dattelpalme bzw. Musa (laut Register Bl. 1, modern mit Bleistift als Bl. 6a
und dem Blatt mit Mastixbaum bzw. Keuschbaum (mit Tinte als Bl. 6 bezeichnet und mit dem Register korrespondierend, modern mit Bleistift als 6b) entnommen und zwischen das Titelblatt (modern mit Bleistift als Bl. 1 bezeichnet) und die Widmung (modern mit Bleistift als Bl. 6 bezeichnet) eingebunden. Letztere sind vom vielen Blättern so abgegriffen, dass die Ränder ringsum mit Papierstreifen gesichert werden mussten. In gleicher Weise mussten die unteren Ränder der Blätter 2 bis 6a gefestigt werden. Im vorliegenden Nachdruck wurde die ursprüngliche Blattreihenfolge wiederhergestellt. Im ersten Handschriftenverzeichnis der Kurfürstlichen Bibliothek von 1755 fehlt das „Kreutterbuch“, weil es sich damals (einer Randnotiz im Katalog von 1595 zufolge) „laut [Leih-] Scheins des Königl. Hofrates und Leib-Medici de Heucher [1677–1747]“ noch „in den Königl. Estampes und Naturalien Cabinet“ (dem späteren Kupferstichkabinett bzw. Naturkundemuseum) befand, dem Heucher ab 1720 als Inspektor vorstand. 1789 schreibt Johann August Müller im 2. Band seines „Versuchs einer vollständigern Geschichte der Chursächsischen Fürsten- und Landschule zu Meissen“, dass sich das „Kreutterbuch“ in der Kurfürstlichen Bibliothek befinde und wie hoch es Kenner „in Rücksicht auf Treue und Lebhaftigkeit der Darstellung, und glückliche Wahl der Farben“ schätzten (S. 420). Im zweiten erhaltenen Handschriftenkatalog der Kurfürstlichen Bibliothek aus der Zeit um 1800 ist das „Kreutterbuch“ unter der heute noch gültigen Signatur „B.71“ mit der Annotation „Sehr wahr und schön gemahlt“ zu finden. In der „Observatio Literaria“ auf der dem Titel gegenüberliegenden Seite bezeichnet Karl Wilhelm Dassdorf, 1775 bis 1806 Bibliothekar und anschließend bis 1812 Oberbibliothekar der Dresdner Bibliothek, das Buch als herausragende Sammlung aufs Genaueste gezeichneter und gemalter Pflanzenbilder von äußerster Wirklichkeitsnähe und Erlesenheit. Glücklicherweise blieb das „Kreutterbuch“ bis auf marginale Wasserflecken und einige Stockflecken ohne Schaden erhalten, sodass es noch heute unvermindert bewundert werden kann.

Verwendete Literatur: Helm, Johannes: David Redtel, der bisher unbekannte Künstler des handgemalten „Kreutterbuches“ von Johannes Kentmann aus dem Jahre 1563, Hinweise und Belege, in: Sudhoffs Archiv 53 (1969) H. 2, S. 153-159. Helm, Johannes: Johannes Kenntmann 1518-1574. Ein Sächsischer Arzt und Naturforscher, Wiesbaden 1971, (Sudhoffs Archiv, Beiheft 13), insb. S. 89-177 (Das „Kreutterbuch“ von Johannes Kentmann aus dem Jahre 1563, kommentiert und erstmalig durch ein wissenschaftliches Register erschlossen von Johannes Helm und Peter Hanelt).

Das Kräuterbuch des Johannes Kentmann von 1563. Hrsg. von Thomas Bürger. Mit einem Essay von Hansjochen Hancke und botanischen Erläuterungen von Marina Heilmeyer, München u. a. 2004. Eggli, Urs; Wyder, Margrit; Nyffeler, Reto: Johannes Kentmann, Conrad Gessner und die Einführung des Feigenkaktus in Europa im 16. Jahrhundert, in: Bauhinia 27 (2018), S. 47-59. Isphording, Eduard: Kräuter und Blumen. Botanische Bücher bis 1850 im Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg 2008 (digital: https://doi.org/10.11588/arthistoricum.412). Kusukawa, Sachiko: Image, Text and Observatio: The Codex Kentmanus, in: Early Science and Medicine 14 (2009), S. 445-475.